Romuald Schaber

Blutmilch

Wie die Bauern ums Überleben kämpfen
Cover: Blutmilch
Pattloch Verlag, München 2010
ISBN 9783629022738
Gebunden, 271 Seiten, 18,00 EUR

Klappentext

Er ist nur ein einfacher Bauer, der mit seiner Frau und seinen Kindern einen Hof im Allgäu bewirtschaftet. Er hat nicht studiert und nie ein Managementtraining besucht. Aber wenn die Chefs der Milchkonzerne einen Mann fürchten, dann ihn: Romuald Schaber. Er gilt als knallharter Verhandler und als ein Mann, der in großen Zusammenhängen denken kann. 33 000 Milchbauern hat der Milchrevoluzzer aus dem Bauernverband herausgeführt, weil die sich dort verraten und verkauft vorkamen. Für die europäischen Milchbauern ist er schlicht ein Held.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.05.2011

Anregend scheint Jan Grossarth dieses "wütende Pamphlet" des Allgäuer Milchbauern Romuald Schaber. Zwar hat er durchaus Einwände gegen die zornige Abrechnung mit neoliberalen Ideologen und Brüsseler Bürokraten, die Schaber für den Niedergang des Bauernstands verantwortlich macht. Er hält ihm vor, in teils recht einfachen Gegensätzen zu denken und auch Klischees aus dem 19. Jahrhundert anzuführen. Auch kommt er nicht umhin, manche Vorstellung Schabers als "rührend", aber "weltfremd" einzustufen. Aber ihm gefällt die "frische Aggressivität" des inzwischen den Grünen nahestehenden Milchbauern. Zudem kann man seines Erachtens bei der Lektüre lernen, "warum ein Konservativer dem 'Kapitalismus' abschwört".
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.11.2010

Was macht der Milchbauer in Brüssel? Timo Frasch weiß es, nachdem er Romuald Schabers  verständiges und teils poetisches Plädoyer für eine andere Viehwirtschaft gelesen hat: Er versucht zu vermitteln zwischen den Bürokraten und einer prekären bäuerlichen Erfahrungswelt, bevor es zu spät ist und die Alm verwüstet. Na ja, ganz so dramatisch wird es nicht sein, meint Rasch, der ein wenig mehr Differenzierung und Sachlichkeit ganz gut gefunden hätte, wie übrigens auch eine Straffung des Ganzen. An der Eindringlichkeit des Appells ändert das für ihn nichts.
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