Rolf Henrich

Die Schlinge

Roman
Eichborn Verlag, Frankfurt am Main 2001
ISBN 9783821807072
Gebunden, 164 Seiten, 17,38 EUR

Klappentext

Für Lukas Wolfskehl, Anwalt einer florierenden Kanzlei, hat der Gerichtssaal schon lange seine Faszinationskraft verloren. Ob Mord, Vergewaltigung, Diebstahl oder Wirtschaftsskandal - das Ausklügeln raffinierter Strategien zur Verteidigung oder Anklage ist zur Routine geworden. Bis zu dem Tag, an dem Wolfskehl den Auftrag erhält, einen alternden General der Ex-NVA zu verteidigen. Anklage der bundesdeutschen Justiz: die Verantwortung für sieben Todesfälle an der innerdeutschen Grenze...

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.11.2001

Rolf Henrich, selbst Rechtsanwalt in Fürstenberg, setzt sich in einer lesenswerten und fesselnden Geschichte damit auseinander, wie der bundesdeutsche Rechtsstaat versucht, mit dem untergegangenen Unrechtsstaat der DDR fertig zu werden, so Frank Pergande. Der Kritiker verweist darauf, dass Henrichs bereits 1988 mit seinem Buch "Der vormundschaftliche Staat" eine für jene Zeit erstaunliche und skeptische Analyse der DDR geschrieben hat. Der erste Roman von Henrichs handelt von einem juristischen Fall, erzählt Pergande: Rechtsanwalt Wolfskehl vertritt einen ehemaligen General der Nationalen Volksarmee, der in einem Freizeitzentrum die Mauer mit allem drum und dran wieder aufgebaut hat, mit Wachtturm, Signalzaun, Selbstschussanlagen. Trotz einiger Mängel wie den etwas zu essayistischen Dialogen, einiger Klischees in der Figurenkonzeption und dem manchmal etwas allzu bemühten Lokalkolorit, hält Pergande den Roman für eine lohnenswerte Lektüre.
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