Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 03.12.2007
Nadeschda Scharfenberg scheint froh zu sein, dass Freiburgs ehemaliger Bürgermeister nicht über die Beton gewordenen Spuren seiner Amtszeit schreibt, sondern "angenehm persönlich" seine Begegnungen mit einstigen jüdischen Mitbürgern schildert. Rolf Böhmes Dokumentation von Schicksalen zieht Scharfenberg dem üblichen Jonglieren mit Zahlen vor und lernt aus diesem Buch zweierlei: Über den Umgang mit dem Holocaust lässt sich sehr persönlich und doch ohne Eigenlob erzählen. Und die hier vorangebrachte Versöhnung kann keine Wiedergutmachung sein.
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