Klappentext
Die tödliche Verbindung von Hass und Lüge hat den Weg nach Auschwitz geebnet und die Welt in Dunkelheit gestürzt. Aus dieser Erfahrung heraus entwickelten viele Überlebende der Schoah eine Vision davon, wie ein besseres Morgen aussehen kann. Noch nie seit dem Holocaust waren die für dieses Buch interviewten Überlebenden so besorgt um die Zukunft der Demokratie und der Zivilisation wie heute. Sie warnen vor Desinformation und Extremismus und ermutigen dazu, uns jenseits leerer Sonntagsreden auf unsere Werte zu besinnen und mutig danach zu handeln. In Gesprächen mit dem Regisseur Joachim A. Lang und dem Historiker Thomas Weber entwerfen sie eine Vision, die Sinn stiftet, Orientierung gibt und uns zu dauerhaftem Engagement für unser Gemeinwesen und für die Zukunft inspiriert. Exklusive Interviews mit den Zeitzeugen aus dem Erfolgsfilm "Führer und Verführer": Margot Friedländer, Elly Gotz, Ernst Grube, Charlotte Knobloch, Eva Szepesi, Eva Umlauf und Leon Weintraub
Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 28.01.2026
Ein starkes Plädoyer gegen den erstarkenden Rechtsextremismus unserer Zeit entnimmt Rezensent Ralph Gerstenberg diesem Buch. Verfasst haben es Joachim A. Lang und Thomas Weber auf der Basis von Interviews mit Holocaustüberlebenden. Diese beeindruckenden Gespräche lassen Menschen zu Wort kommen, die Angst davor haben, dass sich die Geschichte in Zeiten von AfD-Wahlerfolgen wiederholen könnte, die aber dabei keineswegs resignativ, sondern kämpferisch auftreten. Ein wenig umständlich sind Lang und Webers eigene Ausführungen geraten, etwa wenn sie auf den Film "Führer und Verführer" eingehen, den sie zu einem ähnlichen Thema vorher realisiert hatten. Das ändert freilich nichts an Gerstenbergs klar positiven Fazit.
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