Roland Schimmelpfennig

Die Sprache des Regens

Roman
Cover: Die Sprache des Regens
S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2017
ISBN 9783103973211
Gebunden, 320 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

"Tornado" hieß das Kino damals, unten am Fluss. Alle erinnern sich noch an den alten Schuppen mit den Klappstühlen. An die Leinwand, auf der Filme mit Marilyn Monroe und Grace Kelly liefen. Und an die Nacht, als das Kino dann von der Polizei geschlossen wurde. An den Protestzug des wütenden Publikums, die Straßenschlacht. Wie ein Schatten liegt die Erinnerung auf der Stadt in der Ebene, nicht weit vom Meer. Maria war damals wie viele andere dabei. Und auch ihr Freund Ramiel, der als Polizist plötzlich auf der anderen Seite stand und den Projektor im Kino zerstörte. Heute ist sie Lehrerin und erzählt ihren Schülern immer wieder die Geschichte des Königs von Reval und Riga: Wie er in tiefem Schmerz durch die Wälder und Wüsten zog, um seine große Liebe zu vergesssen, und wie er auf seiner Wanderung die Sprache der Sonne, des Mondes und des Regens lernte …

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.11.2017

Rezensent Simon Strauß lässt sich nicht überzeugen von Ronald Schimmelpfennigs Roman. Erzählen geht anders, meint er und gibt sich mit Schimmelpfennigs Andeutungsmarathon, bei dem Figuren in rauer Menge auftreten, aber keinen Charakter oder eine Geschichte entwickeln, nicht zufrieden. Da hilft auch die "klare, feingliedrige" Sprache nichts oder der Verweis auf das Atmosphärische, Geheimnisvolle. Das Gefühl des Rezensenten bleibt das einer ständigen Textüberladung. Zu viel Ahnung und zu wenig Schärfe, meint er.