Was die deutsche Sprache kann! Ein geflügeltes Wort sagt, das Leben sei zu kurz, um Deutsch zu lernen. Ganz falsch! In diesem Buch zeigt Roland Kaehlbrandt anhand von zehn handfesten Vorzügen, wie gut die deutsche Sprache tatsächlich gebaut und wie zugänglich sie deshalb ist. Praktische Beispiele und viel Humor begleiten uns auf diesem Streifzug durch die liebenswerten und nützlichen Eigenschaften einer alten und zugleich hochlebendigen Sprache.
Rezensent Matthias Heine lernt mit Roland Kaehlbrandts Buch den Zauber der deutschen Sprache kennen, ihre Macht, Möglichkeiten und Tücken. Wenn der Autor sich mit Mark Twain über trennbare Verben ärgert und amüsiert, wenn er den Reichtum des Deutschen an Abtönungspartikeln und seine Leserfreundlichkeit durch Groß- und Kleinschreibung bewundert oder andere Superkräfte unserer Sprache erkundet, unterhält sich Heine nicht nur gut, er lernt auch etwas. Weil der Autor nicht müde wird, wissenschaftliche Quellen zu zitieren, nimmt Heine ihm schließlich sogar ab, dass das Deutsche zu prägnanter Kürze in der Lage ist.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.10.2022
Rezensent Wolfgang Krischke liest das Buch des Sprachwissenschaftlers Roland Kaehlbrandt als Liebeserklärung an die deutsche Sprache, persönlich, aber deswegen nicht weniger informativ, wie er hinzufügt. Wie der Autor deutsche Partikelwörter als emotionalen Kitt der Sprache lobt, die Geschmeidigkeit der Wortbildung und die Gelenkigkeit des Satzbaus feiert und die Integrationsfähigkeit des Deutschen an Beispielen vorführt, findet Krischke toll. Allerdings fallen dem kundigen Rezensenten immer auch einige Gegenbeispiele ein. Dennoch, meint Krischke: Wer sich für die deutsche Sprache begeistern kann, der wird auch das Buch lieben.
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