Aus de Englischen von Jürgen Bürger und Peter Torberg. Kapstadt ist ein Paradies. Für manche aber auch die Hölle. Jack Burn, gestrauchelter amerikanischer Glücksspieler, ist mit seiner hochschwangeren Frau und seinem Sohn in Kapstadt untergetaucht. Dort wird die Familie Opfer eines willkürlichen Gewaltverbrechens, verübt von Mitgliedern einer Gang. Benny Mongrel, gerade aus dem Gefängnis entlassen und als Wachmann tätig, schöpft Verdacht, als er beobachtet, wie die Gangster in Burns luxuriöses Haus einsteigen, Schüsse fallen und beide nicht wieder auftauchen. Burns Inkognito droht aufzufliegen, und es beginnt ein aufreibendes Katz-und-Maus-Spiel mit Gatsby, einem bigotten, rassistischen Polizisten, der seinerseits die staatliche Antikorruptionseinheit im Nacken hat. Ein atemloser Showdown führt mitten ins Gangland, in die Cape Flats, die riesigen, labyrinthischen Vorstadtslums ...
Ein wenig dick aufgetragen findet Rezensentin Katharina Granzin die Brutalitäten in diesem Romandebüt des Drehbuchautors Roger Smith. Schon gleich zu Beginn seiner Story ziehe er sämtliche "Register des Schreckens". Und es werde immer heftiger: Brutal entführte Babys, durchgeschnittenen Babysitter-Kehlen, abgeschlachtete Jugendliche - Smith dreht die "Emotional-Effects-Maschine" immer höher, was bei der Rezensentin schließlich zu einem "Sättigungsgrad" führt, bis sie die Brutalitäten nicht mehr ernst nehmen kann. Auch von einem Panorama des heutigen Südafrikas - wie im Klappentext behauptet - fand sie hier nichts. Das Happy-End dieser "tiefschwarzen Genrestory" erscheint Granzin schließlich derart "unangemessen hollywoodesk", dass es den Roman am Ende auch noch aus " der Umlaufbahn seiner eigenen Erzähllogik" herauskatalputiere.
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