Deon Meyer

Rote Spur

Roman
Cover: Rote Spur
Rütten und Loening, Berlin 2011
ISBN 9783352008108
Gebunden, 626 Seiten, 19,99 EUR

Klappentext

Lemmer, seines Zeichens Bodyguard, lebt zurückgezogen in der Karoo. Widerstrebend nimmt er den Auftrag an, den Transport zweier Spitzmaulnashörner aus Simbabwe zu bewachen. Die Tiere sind wegen ihrer Hörner Gold wert. Zu dritt brechen sie von der simbabwischen Grenze aus auf: Lourens, der Fahrer, Lemmer und Cornel, die junge Wildhüterin. Doch unterwegs werden sie überfallen von dem Drogenboss Inkunzi. Die Angreifer suchen etwas, Diamanten, die sie aber nicht finden. Inkunzi schießt einen seiner bereits toten Leute mit Lemmers Pistole in den Kopf. Und dann verschwindet Cornel mit den kostbaren Steinen und Lemmers Waffe. Plötzlich hat er ein Problem: Man könnte ihn als Mörder überführen, bekommt er seine Waffe nicht zurück.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.11.2011

Hannes Hintermeier geht die Puste aus. Schon wieder ein neuer Krimi von Deon Meyer, schon wieder einer über sechshundert Seiten und schon wieder einer, in dem etliche Fälle gelöst werden müssen, wovon der Waffen-, Diamanten- und Nashornschmuggel nur die innerafrikanischen Probleme sind, die Griessel, Lemmer und Joubet lösen müssen, global müssen sie es mit einem Terrornetzwerk aufnehmen und können sich nicht sicher sein, ob die CIA auf ihrer Seite steht oder nicht. Das ist Hintermeier zuviel, Deon Meyer mutiere zum Schlachtenmaler, stöhnt er, der auch gern auf einige der unzähligen und in aller Breite ausgemalten Details verzichtet hätte.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 28.10.2011

Mag sein, dass Deon Meyer seinen Erzählbogen in diesem neuen Krimi etwas überspannt, Rezensentin Sylvia Staude konnte jedenfalls nur mit Mühe die Übersicht behalten. Es geht um Nashornschmuggel, Bandengewalt im heutigen Südafrika und die Machenschaften der diversen Geheimdienste, die sich am Kap tummeln, wobei Meyer nicht nur beim Personal, sondern auch bei der technischen Ausstattung "alle Register" zieht. Aber genossen hat Staude diesen prallen Thriller von der ersten bis zur letzten der 600 Seiten.