Roddy Doyle

Mary, Tansey und die Reise in die Nacht

(Ab 12 Jahre)
Cover: Mary, Tansey und die Reise in die Nacht
cbj Verlag, München 2012
ISBN 9783570154717
Gebunden, 240 Seiten, 14,99 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Andreas Steinhöfel. Im Moment findet Mary alles gar nicht leicht: Ihre liebe, witzige, wunderbare Großmutter Emer liegt im Sterben. Deshalb hat Mary überhaupt keinen Nerv, sich mit der altmodisch wirkenden Fremden zu unterhalten, die sie eines Tages einfach so anspricht. Doch schnell stellt sich heraus, dass diese Tansey niemand Geringeres als die Mutter von Emer ist - also Marys seit langem tote Urgroßmutter. Als Geist ist sie gekommen, um zusammen mit ihrer sterbenden Tochter sowie Mary und deren Mutter Scarlett ein letztes großes Abenteuer zu erleben. Gesagt - getan! Mit Scarlett am Steuer begeben sich die vier Frauen aus vier Generationen auf eine unvergessliche, letzte gemeinsame Reise in die Nacht ...

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.06.2013

Nach der Lektüre von "Mary, Tansey und die Reise in der Nacht" ist Rezensent Tilman Spreckelsen einmal mehr ganz hingerissen von Roddy Doyle. Denn so kitschig ihm der Plot zunächst erscheint - einer alten sterbenden Frau begegnet der Geist der toten Mutter, der auch der Enkelin und Urenkelin die Angst vorm Sterben nehmen will - , auch dieser Roman ist dank Doyles Talent für groteskes Erzählen das reinste Lesevergnügen, meint der Kritiker. Und so erfreut sich Spreckelsen am humorvollen Zusammentreffen der vier Generationen, liest zugleich aber auch gebannt die Rückblenden auf achtzig Jahre Familiengeschichte, die nicht zuletzt immer auch ein wenig irische Sozialgeschichte miteinbeziehen. Vor allem der Blick auf das Erleben des Sterbens aus den Augen der zwölfjährigen Mary macht diesen Roman zu einem herausragenden Jugendbuch, lobt der Kritiker.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 28.12.2012

Roddy Doyles "Mary, Tansey und die Reise in die Nacht" ist die Geschichte einer irischen Familie, die trotz eines sehr präsenten Urgroßmutter-Gespenstes den "Charme der Alltäglichkeit" behält, berichtet Fritz Göttler. Tansey, besagtes Gespenst Geist, hat beschlossen zu bleiben, weil sie gestorben war, als ihre Tochter Emer noch im Kleinkindalter war. Den Kontakt zwischen den Lebenden und der Toten sichert Mary, Emers Enkelin, die sich von der Erscheinung kaum aus der Ruhe bringen lässt und ihre Mutter mit allerlei hilfreichen Informationen über Geister im Allgemeinen versorgt, fasst Göttler zusammen. Der freut sich darüber, wie selbstverständlich die vier Frauen mit dem Tod umgehen, und findet es sehr schön, wie deutlich charakterliche Anwandlungen der älteren noch bei Mary spürbar sind.

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