Robert Wilson

Der Blinde von Sevilla

Roman
Cover: Der Blinde von Sevilla
Goldmann Verlag, München 2004
ISBN 9783442456376
Taschenbuch, 640 Seiten, 9,90 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Kristian Lutze. Während man in Sevilla die Semana Santa feiert, ist Inspektor Javier Falcon mit einem äußerst grausamen Mordfall beschäftigt. Ein Restaurantbesitzer wird tot aufgefunden - an einen Stuhl gefesselt und gestorben an den Verletzungen, die er sich zufügte, als sein Mörder ihn zwang, ein Video anzuschauen. Was so unvorstellbar Schreckliches hat das Opfer gesehen? Bei den Nachforschungen entdeckt Falcon nicht nur, dass sein verstorbener Vater in den Fall verwickelt ist, sondern dass er selbst bald das nächste Mordopfer werden könnte. Kann ihm da noch der Blinde helfen, der ihm mit angeblich prophetischer Gabe zur Seite steht ...?

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 12.08.2004

"Anzuzeigen ist einer der besten Kriminalromane des Jahres", sprudelt es aus Tobias Gohlis heraus. Der "Meister der Zeitbeherrschung- und behandlung" lege nun einen "Künstlerroman" vor, der - wie schon die früheren Romane - als Hintergrund die "Verwüstungen" des 20. Jahrhunderts hat: Der Chefinspektor der Mordkommission in Sevilla, Javier Falcon, ist einem Serienmörder auf der Spur, der seine Opfer wegen vergangener Schuldtaten umbringt. Gleichzeitig enthüllt der Inspektor die Verstrickungen seines Vaters, ein "genialer Künstler", der als "Söldner Francos" arbeitete und mit dem Serienmörder damals Geschäfte machte. Hintergrund ist die Geschichte der "Blauen Division", die als einzige in Spanien den Angriffskrieg der Nationalsozialisten gegen Russland unterstützten. Als Inspektor und mögliches Opfer versucht Falcon dem Mörder auf die Schliche zu kommen und dringt dabei immer tiefer in seine Familiengeschichte ein. Die "komplexe Konstruktion" findet Gohlis "betörend". Gerade der "geschichtsgesättigte Plot" regt ihn zur "Nachdenklichkeit" an.
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