Getarnt als Korrespondent der "Frankfurter Zeitung" baute Richard Sorge im Dienst der Sowjetunion seit 1933 in Tokio ein nachrichtendienstliches Netz auf und entwickelte Beziehungen zur deutschen Botschaft und zu Botschafter Ott, für den er ein unentbehrlicher Berater wurde und über den er die Politik der Nationalsozialisten mitbestimmte. Im Oktober 1941, nachdem er die Sowjetunion vom geplanten Angriff der Deutschen informiert hatte, wird Sorge von den Japanern enttarnt und zum Tode verurteilt. Die Sowjetunion verleugnete ihn. 1944 wurde Richard Sorge in Tokio gehenkt.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 23.02.2000
Die Geschichte des "deutschen Meisterspions" Richard Sorge hatte "alle Elemente eines Thrillers", diagnostiziert Rezensent Ludger Lütkehaus. Daneben sei es auch eine Geschichte des Zweiten Weltkriegs und die Tragödie des Mannes, eines überzeugten Kommunisten, der der Sowjetunion glänzende Dienste geleistet hat, um dann von ihr fallen gelassen zu werden. Sorge wurde in Japan als Spion gehenkt. Whymant wird in seiner Biografie Sorges allen Aspekten "mit Abstrichen" gerecht, meint Lüdtkehaus. Die historische Situation und die Tragödie kämen nicht zu kurz. Nur über Sorges "ausschweifendes Liebesleben, seinen Alkoholismus" hätte Lüdtkehaus gerne etwas weniger erfahren.
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