Robert M. Sonntag

Die Scanner

Cover: Die Scanner
S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2013
ISBN 9783596855377
Gebunden, 192 Seiten, 12,99 EUR

Klappentext

Die Welt im Jahr 2035: Gedruckte Bücher, Zeitungen, Zeitschriften gibt es nicht mehr. Für Rob kein großes Problem. Er kennt es nicht anders. Er ist in einer vernetzten Welt aufgewachsen und arbeitet für einen Megakonzern, der jedes Druckerzeugnis, das er in die Finger bekommt, digitalisiert. So wird alles Wissen für alle zugänglich. Jederzeit! Und kostenlos! Ist doch prima, oder? Aber dann gerät Rob in die Kreise einer geheimen Büchergilde. Einer verbotenen Organisation aus Pleite gegangenen Buchhändlern, arbeitslosen Autoren, Übersetzern, Journalisten und ausgemusterten Verlagsmitarbeitern. Und plötzlich sieht Rob sein Bild als Top-Terrorist in den Nachrichten auf allen TV-Kanälen. Im Kampf um Wissen, Monopolisierung und Macht ist er mit einem Mal der Staatsfeind Nummer eins.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 05.03.2013

Robert M. Sonntag ist ein Pseudonym des Autors Martin Schäuble (nicht verwandt), der zur Zeit in Ramallah lebt und sich für Frieden im Nahen Osten engagiert, erzählt Cornelia Geißler in einer sehr angeregten Besprechung dieses Jugendbuchs. Es handelt sich um eine Dystopie, erzählt sie weiter, also eine negative Zukunftsvision, und sie orientiert sich an Ray Bradburys "Fahrenheit 451". Der Schrecken ist in diesem Buch, dass Bücher durch Digitalisierung vernichtet werden und dass im Jahre 2035 die letzten Exemplare auf Papier eingezogen werden. Erzählt wird das, so Geißler, für die allerletzte Generation von Schülern, die noch Aufsätze von Hand schreibt und Gedichte auswendig lernt. Schäuble selbst hasst alles Digitale, so erfährt man aus Geißlers Artikel, und so genießt sie seine düstere Vision mit wohligem Schauder.

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