Aus dem Amerikanischen von Sebastian Vogel. Die Logik des Maschinenzeitalters, welche die Wissenschaft, Industrie und Kultur der westlichen Welt seit Jahrhunderten geprägt hat, hat ausgedient. An ihre Stelle tritt eine sich rasant entwickelnde "neue Biologie" - Organisationsformen, Systeme und Maschinen, die die Natur zum Vorbild nehmen und wie Lebewesen funktionieren. Anhand zahlloser Beispiele stellt Robert Frenay die grandiosen Innovationen und die Persönlichkeiten vor, die den Anstoß zu einer radikal neuen Zukunft geben, verliert aber auch nicht die Gefahren und Risiken aus dem Blick, die mit diesem faszinierenden Wandel einhergehen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.06.2007
Ein bisschen kleiner hätte sich Christian Schwägerl das Buch gewünscht. Seiner Ansicht nach verlassen den Autor nach den ersten "wirklich anregenden" 100 Seiten nämlich die Kräfte. Weil Robert Frenays Wegweiser in eine Zukunft naturinspirierter Systeme und Technologien aber über 600 Seiten stark ist, kaut Schwägerl bald darauf herum wie auf einer Schuhsohle. Aus dem inhaltlich wie sprachlich inspirierenden Text (als stünde der Autor "an den Ufern eines neu entdeckten Sees"), der die Vorgänge um eine Biologisierung der Gesellschaft, jenseits eines Lobliedes der Bionik, wie Schwägerl erleichtert konstatiert, auslotet, wird eine "wahllose" Aneinanderreihung von Forschungsprojekten und eine sich verzettelnde Polemik gegen herkömmliche maschinelle Verfahren. Was Schwägerl noch herausgefunden hat, macht den Text nicht angenehmer, aber begreiflicher: Ganze Passagen seien bereits als Glossen in Zeitschriften erschienen und hier nach dem Prinzip "cut and paste" wiederverwendet worden.
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