"Zukunft und Forschung" stellt den aktuellen Diskussionsstand und das breite Spektrum der wissenschaftlich betriebenen Zukunftsforschung im deutschsprachigen Raum vor. Die wichtigsten Methoden und Anwendungsgebiete dieses dynamischen Forschungs- und Handlungsfeldes werden ebenso thematisiert wie bedeutsame historische Leistungen und aktuelle Forschungsergebnisse, die die Disziplin selbst betreffen: Wo liegen die Grenzen der Vorhersagbarkeit? Wie weit reichen die planerischen, prognostischen und probabilistischen Aussagen der modernen Zukunftsforschung? Was sind die wichtigsten gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen der Zukunft?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.02.2009
Christoph Albrecht kann sich für diesen von Reinhold Popp und Elmar Schüll herausgegebenen Sammelband über "Zukunftsforschung" nicht recht erwärmen. Er sieht in ihm den Versuch einer Positionsbestimmung der Zukunftsforschung, der der Selbstvergewisserung dieses Zweigs der Soziologie dienen soll. Der Normalleser hat seines Erachtens kaum etwas davon. Störend empfindet er das "methodologisches Kauderwelsch", das so manchen Aufsatz des Bands prägt. Geradezu "ärgerlich" scheinen ihm eine Reihe von Beiträgen über das moralisch "aufgeblasene" Wort der "Nachhaltigkeit". Zwischendurch findet er dann aber auch interessante Aufsätze, so den von Günter Ropohl, der die Luft aus Begriffen wie "Wissenschaftsgesellschaft", "Wissensgesellschaft" oder "Informationsgesellschaft" herauslasse. Lobend erwähnt er auch den Beitrag von Gerd Bosbach und Klaus Bingler, die Denkfehler in der Bevölkerungsstatistik offenlegen und die apokalyptische Dramatik des "Altenquotienten" entlarven.
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