Auch die Zukunft hat ihre Geschichte: Gewandelt haben sich im Laufe der Zeit nicht nur die konkreten Zukunftsvorstellungen vergangener Gesellschaften, sondern auch die Zukunft als Dimension gesellschaftlicher Selbstorganisation überhaupt.
In einer aktualisierten und deutlich erweiterten Neuauflage seines 1999 erschienen Standardwerkes verfolgt Lucian Hölscher die Geschichte der Zukunft in Europa von ihrer Entdeckung in der frühen Neuzeit bis in die Gegenwart. Er zeigt, wie der vorausschauende Blick der Menschen seit mehr als 300 Jahren in zyklischen Konjunkturen immer weitere Zukunftsräume erobert und damit unser Leben in der Gegenwart grundlegend auf die Zukunft hin ausgerichtet hat.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 17.06.2016
Lesenswert findet Gustav Seibt Lucian Hölschers Erkundungen der Zukunft. Profitierend von Kosellecks Begriffsgeschichte, so Seibt, stellt der Autor bedenkenswerte Zahlenspiele, Prognosen, Apokalypsen und Utopien vor, eine auf Seibt beruhigend wirkende Darlegung des Begriffs Zukunft seit dem 17. Jahrhundert sowie Beobachtungen zur Ausdifferenzierung wissenschaftlicher, ästhetischer und politischer Zukunftsimaginationen, alles erfreulich knapp und begrifflich präzise, findet der Rezensent.
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