Rob Sheffield

Love is a Mix Tape

Eine Geschichte von Liebe, Leid und lauter Musik
Cover: Love is a Mix Tape
Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2007
ISBN 9783462039412
Kartoniert, 252 Seiten, 8,95 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Kristian Lutze. "Was ist Liebe? Große Geister haben sich durch die Epochen mit dieser Frage herumgeschlagen, und auch in der modernen Ära sind sie auf vielfältige Antworten gekommen. Die abendländische Philosophin Pat Benatar war der Ansicht, dass die Liebe ein Schlachtfeld ist. Frank Sinatra würde als Schlussfolgerung ergänzen, die Liebe sei eine süße Falle. Love hurts. Love stinks. Love bites. Love bleeds. Love is the drug. Dabei ist die Antwort ganz einfach. Love is a Mix Tape."

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.09.2007

Hingerissen ist Richard Kämmerlings von Rob Sheffields Roman "Love is a Mix Tape". Das Mix Tape erscheint ihm hier geradezu als Medium und Erzählprinzip, schließlich erinnert sich der Erzähler des Romans beim Anhören einer Reihe von selbst aufgenommenen Kassetten an seine Frau Renee, die 1997 an einer Lungenembolie gestorben ist. Die Musik, die die beiden Liebenden verband, fungiere so als Vehikel der Beschwörung einer gemeinsamen Vergangenheit. Dem Erzähler gelingt es offensichtlich, seine Faszination für Renee so überzeugend zu beschreiben, dass Kämmerlings über diese "unglaubliche Frau" regelrecht ins Schwärmen gerät. Den Ansatz des Buchs, einen Poproman mit dem Genre eines autobiografischen Trauerbuchs zu verbinden, scheint ihm zwar gewagt, aber im vorliegenden Fall vollauf gelungen. Dabei unterstreicht er, dass Sheffield nicht nur bewegend von seiner unkonventionellen Ehe mit Renee erzählt, sondern auch ein "Panorama der Popgeschichte" in den 1990er Jahren entwirft. Den damaligen Aufbruch der Rockmusik hat er so anschaulich und lebendig noch nie gelesen. Sein Fazit: ein "ernstes Buch über den Pop", ein "leichtes Buch über den Tod und das Weiterleben" und ein "kluges Buch über die Liebe".