Aus dem Amerikanischen von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann. Berühmt werden ist eine Sache. Berühmt sein ist eine andere. Als Owen Noone bei einem Open-Mike-Abend in einer Studentenbar auftritt, erntet er nicht nur stürmischen Beifall für einen höchst eigenwilligen Auftritt, sondern er verändert auch für immer das Leben des in sich gekehrten Literaturstudenten Brian. Die beiden gründen eine Band, und schon bald beginnt eine unglaubliche Erfolgsgeschichte. Eigentlich können Brian und Owen zunächst weder singen noch Gitarre spielen, doch das bringen sie sich mit Hilfe eines Buches über Folksongs schnell selbst bei. Der rasante Aufstieg beginnt mit einer Punkrockversion von Yankee Doodle, und mit jedem Gig der Tournee, die sie quer durch Amerika führt, festigt sich ihr Ruhm. Ein Plattenvertrag, immer professionellere Locations und Geld sind die schöne Seite dieser Bandgeschichte. Doch als privates und öffentliches Leben nicht mehr vereinbar sind, Verpflichtungen, unangenehme Manager und die Gier der Presse nach skandalträchtigen Vorfällen überhand nehmen, gibt es die ersten Enttäuschungen ...
Durchaus belebend wenn auch nicht unbedingt abendfüllend fand Rezensent Maik Söhler diesen "einfachen" und "straight" erzählten Roman vom Aufstieg und Fall einer fiktiven amerikanischen Rockband. Zwar ist hier aus seiner Sicht literarisch kein Blumentopf zu gewinnen. Denn der Autor beherrsche nicht mehr als die berühmten "drei Akkorde". Auch inhaltlich ist der Plot, wie man Söhlers Beschreibung entnehmen kann, eher simpel gestrickt. Größte Komplikation ist das Eindringen einer jungen Frau ins Bandgefüge. Doch die "schüchterne" Naivität, mit der in dieser Geschichte einer vom Erfolg schließlich korrumpierten Band das "verhasste Authentische" zu Tage tritt, findet der Rezensent doch überraschend glaubwürdig geschildert und dementsprechend entwaffnend.
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