Richard Swartz

Notlügen

Cover: Notlügen
Carl Hanser Verlag, München 2012
ISBN 9783446238664
Gebunden, 224 Seiten, 18,90 EUR

Klappentext

Aus dem Schwedischen von Verena Reichel. Gibt es eine Liebe ohne Lügen und Verstellung? Richard Swartz erzählt sechs Fallgeschichten von erotischen Begegnungen zwischen Mann und Frau. Untreue ist die Regel, die Liebe ist ein fast entschwundener Traum. Seine Erzählungen sind subtil und unterhaltsam, aber mit beunruhigendem Ergebnis: Der größte Liebesbeweis ist, den anderen nicht mehr als sich selbst zu betrügen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.07.2012

"Ein gewisses Raffinement" will Rose-Maria Gropp Richard Swartz' Haltung eines melancholischen, aber nicht allwissenden Erzählers in diesen Geschichten über das prekäre Verhältnis zwischen Mann und Frau zwar nicht absprechen, doch ist die Rezensentin alles andere als begeistert. Manches in diesen von - hier hadert die Rezensentin noch - realen Frustrationen oder intellektueller Frauenfeindlichkeit geprägten Geschichten wirke aufgeblasen, vieles geschwätzig und damit ,"ermüdend und leider ein wenig banal". Was Gropp allerdings wirklich nervt, ist die mangelnde Distanz des Autors zu seinen Sentenzen, die auf keine Ironie, wohl aber auf "Sarkasmus, gelegentlich Zynismus" schließen lassen.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 25.06.2012

Die in New York, Instanbul, Prag oder Wien spielenden Geschichten um Lüge, Betrug, Verrat und Intrige zwischen Mann und Frau, die Richard Swartz in diesem Band entwirft, hält Meike Fessmann für reizvoll, weil das Thema des zwischengeschlechtlichen Missverständnisses sie verbindet und weil der Autor in ihnen seine Erfahrungen als Reporter technisch originell umsetzt. Zum einen, indem er die Orte als wirksame Hintergrundfolie benutzt, zum anderen, indem er Fremdsprachenprobleme nutzt, um die kommunikativen Störungen zwischen Mann und Frau ad absurdum zu führen.
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