Hentrich und Hentrich Verlag, Leipzig 2026
ISBN
9783955657567 Broschiert, 358 Seiten, 27,00
EUR
Klappentext
Herausgegeben von Thierry Chervel. Mit einem Vorwort von Mit einem Vorwort von Jeffrey Herf. Bereits der junge Publizist Richard Herzinger sorgte mit einem Vortrag über Heiner Müller und dessen Schwäche für Reaktionäre wie Carl Schmitt und Ernst Jünger für Aufsehen. Seine ersten Essays publizierte er in der Zeitschrift Merkur, die sich damals als westlich-antitotalitär verstand. Sein Essay über die deutschen Intellektuellen nach Srebrenica bot eine der schärfsten Auseinandersetzungen mit den diversen "Niederlagen des Denkens" bei Jürgen Habermas, Hans-Magnus Enzensberger und Peter Handke. Herzinger stellte sich unbeirrt in eine Linie mit Dissidenten und Renegaten wie Manès Sperber, Widerständlern wie Albert Camus und neuen Philosophen wie André Glucksmann. Dabei erwies sich sein analytisches Denken als geradezu prophetisch: Vor Putin warnte er bereits im Jahr 2000. Er setzte sich publizistisch, aber auch als Aktivist unermüdlich für die demokratische Ukraine ein, ebenso für das unverbrüchliche Existenz- und Selbstverteidigungsrecht Israels und gegen jeden Antisemitismus. Diese Auswahl an Essays versucht, das gesamte Spektrum seines Denkens zu entfalten und dessen zeitlose Relevanz aufzuzeigen. Eine Bibliographie ermöglicht weitere Entdeckungen.
Perlentaucher Thierry Chervel hat einen Essayband mit ausgewählten Texten des Autors und Perlentaucher-Kolumnisten Richard Herzinger herausgegeben (unsere Resümees): Die Welt druckt eine gekürzte Version des Vorworts, das der Historiker Jeffrey Herf für den Band verfasst hat: "Auch wenn er sich nicht so sah: Herzinger war einer der deutschen Autoren, die den Geist der europäischen Revolutionen von 1989 bis 1991 am besten einfingen und auch den Geist der Dissidenz in Osteuropa, der diese Ereignisse vorausnahm und prägte. Wie die Dissidentenwar er ein Autor, der stets klarmachte, wofür er stand, die Verteidigung der Demokratie und individuellen Freiheit. Herzinger trug eher als Kritiker und warnende Kassandra zum deutschen Geistesleben bei, denn als Verfechter der bestehenden Verhältnisse. Lange vor der 'Zeitenwende' von 2022 forderte er Deutschland auf, wesentlich mehr zu tun, um der Bedrohung durch Putin entgegenzutreten, und machte seinem Ärger über die 'russische Lobby' und ihren Einfluss auf die deutsche Politik Luft. Putins Aggression war für Herzinger Element einer neuen globalen Bedrohung." Hier finden Sie kleine Auszüge aus dem Band. Unser Resümee
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