Mit einem Essay von Edgar Allan Poe. Sensation im All! 1835 versetzt die Tageszeitung "New York Sun" die Welt in Aufruhr:
Der Wissenschaftler Sir John Frederick Herschel hat mit einem gigantischen Teleskop
menschliches Leben auf dem Mond entdeckt. Endlich ist bewiesen: Wir sind nicht
allein im Universum.
Der Sun bescheren die Artikel einen sprunghaften Anstieg ihrer Auflage, Übersetzungen erscheinen in mehreren Sprachen und eine Vereinigung rühriger Philanthropen macht bereits Pläne zur Missionierung der Mondmenschen, als der Mondschwindel endlich
auffliegt. Was blieb, war die größte und skurrilste Zeitungsente der Geschichte und ein Text von poetischer Schönheit, wie ihn Wissenschaft noch nie hervorgebracht hat. Die vorliegende Ausgabe folgt getreu der 1836 in Hamburg auf Deutsch erschienenen Buchausgabe. Sie wird ergänzt um einen Essay von Edgar Allan Poe, der dem Autor, Richard Adams Locke, vorwarf, bei der Niederschrift dieser "höchstmerkwürdigen astrologischen Beobachtungen", von ihm abgeschrieben zu haben.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 27.06.2017
Ein bisschen wie bei Poe fühlt sich Michael Schmitt beim Lesen von Richard Adams Lockes zuerst 1835 in der New Yorker "Sun" abgedruckten Texten, die erstmals vollständig auf Deutsch erscheinen. Reizvoll scheinen ihm die "Lügenmärchen" vom Mond durch ihre effektvolle Kombination aus seiner Zeit seriösen wissenschaftlichen Berichten und Fiktion. Lockes geflügelten Mondwesen erscheinen Schmitt zwar nicht ganz so plausibel wie sie den Zeitgenossen des Autors möglicherweise vorkamen, Lockes Bilder jedoch findet er nach wie vor wirkungsvoll.
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