Aus dem Französischen von Maximilian Gilleßen und Philippe Roepstorff-Robiano. Mit einem Vorwort von Maximilian Gilleßen und einem Nachwort von Philippe Roepstorff-Robiano. Daniel verlebt seine Jugend im Schatten einer freudlosen Mutter und träumt davon, dem reglementierten Alltag des bürgerlichen Milieus zu entfliehen. Diese Welt aber bricht schon bald zusammen, als sich seine engsten Familienangehörigen infolge eines öffentlichen Skandals nacheinander das Leben nehmen. Auf der Flucht vor Trauer und Schuldgefühlen gerät er in eine ambivalente Beziehung zu zwei Frauen, der exzentrischen Léila und der biederen Professorentochter Scolastique Dupont-Quentin.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.07.2020
Rezensent Niklas Bender freut sich über diesen Fund der "literarischen Schatzgräber" vom Verlag zero sharp: René Crevel gehörte zu den französischen Surrealisten und war im Paris der Zwischenkriegszeit bestens vernetzt. Sein Roman erzählt Benders Darstellung zufolge von einer turbulenten Episode im Leben des jungen Daniel, der an seiner Begegnung mit den Demoiselles Leila und Scolastique reifen muss. Bender entdeckt in dem Roman geistreiche Dialoge, eine surrealistisch Sicht auf die Psychoanalyse und schön enigmatische Sprachbilder, darunter "die malvenfarbene Tristesse der Einsamkeit unter den Augenlidern". Für den Rezensenten ein spannender Autor, der hier entdeckt wird.
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