Elf Millionen deutsche Soldaten gerieten während des Zweiten Weltkriegs in Gefangenschaft, davon befanden sich über 3 Millionen in britischen Lagern. Renate Held stellt erstmals umfassend die britische Kriegsgefangenenpolitik dar. Sie erschließt sowohl Motive, Entscheidungsprozesse und Handlungen der Gewahrsamsmacht als auch deren Auswirkungen auf die betroffenen Gefangenen. Ihren alltags- und mentalitätsgeschichtlichen Forschungsgegenstand bettet sie ein in die militär- und politikgeschichtlichen Rahmenbedingungen. Deutlich wird so, wie sehr das Schicksal und der Alltag der Gefangenen von Kriegsverlauf und politischen Entscheidungen der Kriegsgegner abhing.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.04.2008
Zufrieden zeigt sich Sönke Neitzel mit Renate Helds Buch über deutsche Soldaten in britischer Kriegsgefangenschaft. Er schätzt die Arbeit als "konzise Synthese" der bisher verstreuten Studien zum Thema. Großartig Neues allerdings hat er darin nicht gelesen. Er attestiert der Autorin zu zeigen, wie die anfängliche Sicht auf die Kriegsgefangenen im Laufe des Krieges 1944 einem differenzierteren Blick gewichen ist, so dass schließlich zwischen strammen Nazis und einfachen deutschen Soldaten unterschieden wurde.
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