Das Amt des Richters ist fast so alt wie die Menschheit. Immer gab es jemanden, der dieses Amt ausübte, ob aus natürlicher oder religiöser Autorität heraus oder als Vertreter eines Staatswesens. Richter greifen unmittelbar in das Leben der Menschen ein. Beide Seiten sollen sie hören - und der Gerechtigkeit zum Sieg verhelfen. Dies spiegelt sich in der Literatur: Ob schrecklicher oder gerechter Richter - es sind Geschichten, die bewegen. Die Beiträge dieses Bandes stammen aus dem Alten und Neuen Testament sowie von Bertolt Brecht, Johann Wolfgang von Goethe, Heinrich Heine, Heinrich von Kleist, Gotthold Ephraim Lessing, Platon, Friedrich Schiller, Bernhard Schlink, Arnold Zweig und vielen anderen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 04.10.2006
Von der Bibel bis zum Landgericht Berlin im Jahr 1967 reiche das Spektrum der Texte über Richter und Gerichte, die Reinhard Georg Birkenstock zusammengetrage habe. Rezensent Rainer Erlinger fragt sich, warum die Richter in den 57 Texten beziehungsweise Ausschnitten überwiegend schlecht weg kämen, so bei Charles Dickens, Berthold Brecht oder der Dorfrichter Adam bei Heinrich von Kleist. Liegt es an der Auswahl? Oder möglicherweise an der kritischen Natur der Literatur? Der Rezensent kommt zu dem salomonischen Schluss: vielleicht an beidem.
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