Regula von Orelli-Escher (1757-1829)

Selbstzeugnisse aus dem Umfeld von J. C. Lavater
Th. Gut Verlag, Stäfa 2001
ISBN 9783857171352
Gebunden, 572 Seiten, 41,00 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Gustav W. von Schulthess. Vorwort von Peter Ziegler. Mit 7 Illustrationen.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 05.01.2002

Während gut zwanzig Jahren ihres Lebens, von 1779 bis 1801, hat Regula von Orelli-Escher Tagebuch geführt, erhalten und nun veröffentlicht sind Aufzeichnungen nach 1785. Es handelt sich dabei, wie der Rezensent Alfred Cattani findet, um "teilweise spröden Stoff", umso lobenswerter scheint ihm das Bemühen des Herausgebers und Kommentators Schulthess. Ergänzt werden die Notate aus dem Privatleben - von Szenen einer schwierigen Ehe bis zum Glück der Mutterschaft - durch eine 1801 entstandene Erzählung und den Briefwechsel mit dem berühmten Physiognomen Lavater, der für die "unerschütterlich" gläubige Regula von Orelli eine Art "Stellvertreter Gottes" (Cattani) war. Keineswegs bereitet die Lektüre des Bandes offenbar reines Glück, Regula war "herrisch und selbstbewusst, misstrauisch auch engen Freunden gegenüber", die "Fülle von Informationen" über das Zürich vor 1800 hat den Rezensenten zuletzt aber entschädigt.