Rainer Schmidt

Wie lange noch?

Roman
Cover: Wie lange noch?
Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2008
ISBN 9783462039856
Kartoniert, 448 Seiten, 9,95 EUR

Klappentext

Die letzten Sommerferien vor dem Abi: Felix träumt von der großen Liebe und dem echten, aufregenden Leben. Die Wirklichkeit sieht anders aus. Mit seinen Freunden hängt er an der Parkbank ab, wo alle trinken und dumme Sprüche klopfen. Im Grunde geht es nur darum, hart zu sein und nicht alleine zu bleiben, denn sonst überlebt man nicht auf den Straßen, die von Hölzenbein und seinen Schlägern kontrolliert werden. Felix will um jeden Preis raus. Aber wohin? Und wie?

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 04.10.2008

Mittelprächtig findet Rezensent Florian Kessler diesen Debütroman von Rainer Schmidt. Ein "Hohelied der Adoleszenz" sieht er in diesem an Besäufnissen, Diskokeilerein, Liebeskrämpfen reichen Buch um den achtzehnjährigen Felix und seine Clique aus Bürgersöhnchen angestimmt. Das scheint ihm einerseits nostalgisch "wohlig", andererseits aber auch treffend. Insgesamt findet er den Roman allerdings etwas"überspannt und ziellos", die aneinandergereihten Episoden und Anekdoten um Abstürze im Suff mit Punkmusik wirken auf ihn wie "Teilstücke einer großen Agonie des Älterwerdens". Und so charakterisiert er das Buch auch nicht als einen Entwicklungsroman, sondern eher als einen "Stillstandsroman", der die "Nebelprosa eines jugendlichen Bewusstseins" protokolliert.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.03.2008

Aktuell und unterhaltsam zugleich findet Friedmar Apel diesen Debütroman des Journalisten Rainer Schmidt. Die Geschichte eines Abiturienten zwischen romantischer Sehnsucht und roher Gewalt erfährt er teils als "Typik jugendlicher Sozialbeziehungen", teils als mit den "Mitteln des klassischen Desillusionsromans" arbeitende Abrechnung des Autors mit der eigenen Jugend im Deutschland der 70er. Am Ende überwiegt beim Rezensenten allerdings das angenehme Gefühl, eine mit Humor und Distanz gestellte "Analyse der Voraussetzungen von Jugendgewalt" gelesen zu haben.
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