Benjamin Lebert

Kannst Du

Roman
Cover: Kannst Du
Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2006
ISBN 9783462036640
Broschiert, 266 Seiten, 9,95 EUR

Klappentext

Gemeinsam gehen Tim und Tanja auf eine Interrail-Reise durch Skandinavien. Die beiden kennen sich flüchtig aus Berlin und treten die Fahrt aus ganz unterschiedlichen Motiven an. Tim ist jemand, der ein Gefühl hat für Entfernungen. Vor allem für die Entfernungen zwischen Menschen. Sein früher Erfolg als Bestsellerautor hat ihm viel Aufmerksamkeit und so manchen Liebesbrief beschert und ihn rund um den Globus geführt, aber bei all den Begegnungen war es ihm doch, als sei er nicht wirklich dabei. Froh über den Anstoß, aus seinem solitären Leben auszubrechen, sagt Tim zu, als Tanja, eine Kneipenbekanntschaft, ihn fragt, ob er sie auf ihrer geplanten Interrail-Reise begleiten wolle. Tim schließt sich Tanja an, einer hübschen, fröhlichen und mitten im Leben stehenden jungen Frau, die mit ihren 18 Jahren viel besser zu wissen scheint, wo es langgeht, als der drei Jahre ältere Tim. So wirkt es. Völlig überrascht und hilflos wird Tim dann aber Zeuge von Tanjas nächtlichen Heulanfällen, von ihren verzweifelten Versuchen, sich selbst zu verletzen, die sie aber kurz darauf mit einem fröhlichen"Lass uns nicht darüber reden"wegzuwischen versucht. Beide spüren sie, dass sie einander nicht helfen können, dass sie es vielleicht noch nicht einmal stark genug wollen, weil sie zu sehr in ihren eigenen Kummer vertieft sind. Und dennoch unternimmt Tim in einem gewaltigen Kraftakt einen Rettungsversuch.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.08.2006

Julia Bähr fragt sich, woher Benjamin Lebert die Faustregel haben könnte, "für jeden niedlich-harmlosen Gedanken mindestens einen Beischlaf beschreiben" zu müssen. Davon gibt es auch in "Kannst Du" wieder einmal reichlich, denn der jugendliche Held - ein Schriftsteller, der dem Erfolgsdruck und der Motivationslosigkeit entfliehen muss - macht eine Interrail-Reise. Allerdings kann sich Jungmann Tim nicht mit "unkomplizierten Sex" die Zeit vertreiben, sondern muss echte Probleme wälzen. Denn auch Tanja ist jung, unverstanden und einsam - Sex gibt es aber trotzdem. Was die Rezensentin über die ihrer Meinung nach "aussagearme Handlung" hinweg getröstet hat, sind witzige Dialoge, lakonische Kapitelenden und - ja - die die netten Gedanken.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.08.2006

Julia Bähr fragt sich, woher Benjamin Lebert die Faustregel haben könnte, "für jeden niedlich-harmlosen Gedanken mindestens einen Beischlaf beschreiben" zu müssen. Davon gibt es auch in "Kannst Du" wieder einmal reichlich, denn der jugendliche Held - ein Schriftsteller, der dem Erfolgsdruck und der Motivationslosigkeit entfliehen muss - macht eine Interrail-Reise. Allerdings kann sich Jungmann Tim nicht mit "unkompliziertem Sex" die Zeit vertreiben, sondern muss echte Probleme wälzen. Denn auch Tanja ist jung, unverstanden und einsam - Sex gibt es aber trotzdem. Was die Rezensentin über die ihrer Meinung nach "aussagearme Handlung" hinweg getröstet hat, sind witzige Dialoge, lakonische Kapitelenden und - ja - die netten Gedanken.
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