Rainer Maria Rilke

Rainer Maria Rilke: Hundert Gedichte

Cover: Rainer Maria Rilke: Hundert Gedichte
Aufbau Verlag, Berlin 2000
ISBN 9783351028992
Gebunden, 142 Seiten, 12,27 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Gisela und Ulrich Häussermann. Im Mittelpunkt der von Gisela und Ulrich Häussermann herausgegebenen Sammlung stehen die Gedichte aus Rilkes früher und mittlerer Lebenszeit: Sie laden den Leser ein, mitzuhören auf die Stimmen und hintergründigen Töne im Herbsttag, den geschmeidigen Schritten des Panthers zu folgen, mitzugehen auf den Spuren eines Mädchens, dessen Weg ein frühes Gedicht zeichnet.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 22.03.2001

Da Rolf Vollmann bei Rilkes Gedichten unterscheidet zwischen einem gekonntem aber doch eher belanglosen Frühwerk und einem meisterhaften Spätwerk, beurteilt er die beiden jüngst erschienenen Lyrikbände nach ihrem Anteil an Gedichten, die nach 1907 erschienen sind.
1.) Rainer Maria Rilke: "Hundert Gedichte"
Schon der Einband der Lyrikanthologie erregt mit seinen Blumen auf grünem Grund das Missfallen des Rezensenten. Dass das Spätwerk dann auch nur "ganz am Rande" zu seinem Recht kommt, kann ihn nicht begeistern. Er schließt daraus, dass der Verlag etwas "gegen Intellektuelle hat" und tut das Buch als "Geschenkbüchlein" ab.
2.) Rainer Maria Rilke: "Dies Alles von mir". Ausgewählte Gedichte
Diese Gedichtsammlung kommt aufgrund ihres höheren Anteils von späten Gedichten etwas besser weg, kann aber ebenfalls den Ansprüchen des Rezensent nicht genügen. Immerhin bemerkt er angetan, dass nur 50 Seiten dem Frühwerk gewidmet und wenigstens zwei der Orpheus-Sonette abgedruckt sind. Doch "klug", so lautet sein Urteil, wird man von diesem Buch nicht.