Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 09.08.2003
Eine "kenntnisreiche vergleichende Kulturgeschichte deutsch-deutscher Markenprodukte" erblickt Rezensent Henri Band in Rainer Gries' "Produkte als Medien". Wie Band ausführt, zeichnet Gries darin die Kommunikations- und Gebrauchsgeschichte führender Markenprodukte in der Bundesrepublik und der DDR nach. In der Treue zu Markenprodukten, ob nun Nivea- oder Florena-Crème, Deinhard- oder Rotkäppchen-Sekt, sehe Gries nicht nur das Verlangen der Verbraucher nach verlässlicher Qualität, "sondern auch nach Kontinuität und Sicherheit in ihrem Leben, nach einer über den Konsum angestrebten Bestätigung ihrer Identität", hält Band fest. Er hebt Gries These von der "produktkommunikativen Revolution" hervor, wonach die Erzeugnisse zu Medien ihrer selbst geworden sind. Sowohl die Bundesrepublik, als auch die DRR hätten, wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß, einen Aufschwung in der Produktkommunikation erlebt.
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