Rainer Eisfeld und Wolfgang Jeschke zeigen in diesem opulent illustrierten Buch, wie die Wissenschaft im Lauf der Zeit die Phantasiewelten aus Literatur und Kino überholt hat - und wie wir immer noch unsere Wunschträume und Schreckensbilder auf den roten Planeten projizieren.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.05.2004
Recht angetan zeigt sich Rezensent Günter Paul von Rainer Eisfelds und Wolfgang Jeschkes "reich bebildertem" Buch "Marsfieber", in dem die Autoren "lesenswerte Details" über die Erforschung des roten Planeten und dessen Bewältigung in der Literatur zusammentragen. Die Vorstellung, dass auf dem Mars Leben möglich sei, habe nicht erst in jüngerer Zeit viele Menschen fasziniert, berichtet Paul, bereits im siebzehnten Jahrhundert sei das Thema - nicht nur unter einzelnen Gelehrten, sondern auch unter interessierten Laien in den Salons - diskutiert worden. Das Buch schlage einen Bogen von den frühen Tagen der kopernikanischen Wende über die neuzeitliche Marsforschung und Fliegende Untertassen bis hin zu den Plänen, den roten Planeten durch sogenanntes Terraforming für Menschen bewohnbar zu machen, hält Paul fest. Entstanden ist so die "spannende Geschichte vom Bild eines Planeten, auf dem längst Astronauten gelandet wären, hätten sich die Träume Wernher von Brauns erfüllt."
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