Aus dem Amerikanischen von Petra Koob-Pawia. Von ihrem Autounfall sind nur Erinnerungsfetzen geblieben: ein heranrasender Lastwagen, Glassplitter und der Nachhall einer gewaltigen Explosion. Jetzt erkennt Kelley sich selbst nicht mehr wieder, denn die eine Hälfte ihres Gesichts ist schwer verbrannt. Eine Hauttransplantation soll ihr Aussehen wiederherstellen. Damit alles gut verheilt, muss das zwölfjährige Mädchen ein Jahr lang eine Maske tragen. Aus Scham will sie ihre Freunde nicht mehr sehen. Doch Liebe, viel Mut und ein ungeahntesTalent verhelfen ihr zu dem, was sie in ihrem zukünftigen Leben können muss: auf den zweiten Blick beeindrucken. Einfühlsam und hoffnungsvoll schildert die Autorin Kelleys Weg aus der Einsamkeit in eine Welt neuer Herausforderungen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 07.11.2003
Harter Tobak ist es schon, findet die Rezensentin Barbara Korff-Schmising, den Priscilla Cummings in ihrer Geschichte eines Mädchen auftischt, das einen Unfall mit dramatischen und entstellenden Folgen erleidet. Doch das konsequent aus der Perspektive des betroffenen Mädchens erzählte Drama wird ihrer Meinung nach gemildert und dadurch - soweit möglich - positiv umgedeutet, dass "Kellys Leiden in eine optimistische Welt eingebettet bleibt", zum Beispiel eine liebevolle Familie. Doch auch das relativiert die Bitterkeit, die ein solches Schicksal mit sich bringt, nur bedingt. Beeindruckt ist die Rezensentin auch von den medizinischen Details, die in dem Buch erläutert werden: "Die Stärke des Textes liegt in seinen Informationen über den Krankheitsverlauf und die Heilungsmöglichkeiten", auch in die psychischen Prozesse eines Unfallsopfers habe sich die Autorin konsequent hineinversetzt.
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