Aus dem Französischen von Dirk Hemjeoltmanns. Loti lässt uns teilhaben an einmaliger landschaftlicher Schönheit, an heftigem Stammesdisput, an der Freundschaft mit den Fürsten der Wüste, an der Unendlichkeit des Negev, am betörenden Blick hinab auf eine der ältesten Städte der Welt, auf Gaza. Und die Sternennächte in der Wüste...
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 14.11.2002
Thomas Laux ist äußerst fasziniert von diesem Reisetagebuch, das der französische Schriftsteller 1894 auf seinem Weg durch die Wüsten von Kairo nach Jerusalem anlegte. Nicht zuletzt sei diese Reise auch ein Dokument einer religiösen Suche, so Laux, der darin die "Grundierung" der Reisebeschreibung sieht und was er auch an den christlichen Mottos, die fast jeder Tagebucheintragung vorangestellt ist, festmacht. Er hat trotz eines grundsätzlich eher "unaufgeregten" Tons neben manchen "anrührenden" auch durchaus sentimentale Passagen entdeckt, und er sieht die Aufzeichnungen stark von der wechselnden emotionalen Verfassung Lotis geprägt. Besonders beeindruckt ist der Rezensent von den schon damals herrschenden bürokratischen Unannehmlichkeiten, die der Reisende auf seinem Weg durch die Wüste erlebt und verfolgt mit großer Spannung die verschiedenen, wiewohl alle "glimpflich" ausgehenden Erlebnisse Lotis.
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