Aus dem Französischen von Caroline Vollmann. Sommer 1916: Stellungskrieg in den Schützengräben bei Verdun. In Paris erlebt der 16-jährige Vincent seine erste körperliche Liebe in den Armen von Arthur, dem 21-jährigen unehelichen Sohn der Haushälterin von Vincents adeliger Familie. Arthur, das heißt für ihn die Entdeckung einer verbotenen Welt voller Zartheit und Vertrauen, aber Arthur liefert ihm auch die Bilder der Grausamkeit des Todes auf den ostfranzösischen Schlacht-feldern. Und dann die ganz andere Welt: eine Begegnung in einem jener berühmten Pariser Salons mit der Lichtgestalt Marcel Proust... Wie in einem vollkommenen Dreieck bestärken sich die so unterschiedlichen Charaktere in einer besonderen Liebe in einer besonderen Zeit. Doch er kommt, wie er kommen muß in solchen Zeiten, der Tod.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.06.2003
Niklas Bender ist von diesem Roman, der eine Dreiecksgeschichte zwischen dem 16jährigen Vincent, dem Dichter Marcel Proust und dem Soldaten Arthur während des Ersten Weltkriegs erzählt, vollkommen hingerissen. Sowohl stilistisch als auch formal überzeugt der Roman, preist der Rezensent und als besonderes Verdienst des französischen Autors lobt er, dass Besson Proust nicht aus reinem "Selbstzweck" in seine Geschichte einführt, sondern um die "Nostalgie" des Dichters mit dem Hedonismus des Soldaten und der "souveränen Augenblicksbejahung" der Hauptfigur zu konfrontieren. Der Rezensent bejubelt den Roman als "frisches, intelligentes Kleinod" und empfiehlt ihn als "schöne Lektüre für melancholische Sommertage".
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