Phillip Gwynne

Blacky, Lovely und der ganze Bullshit

(Ab 12 Jahre)
Cover: Blacky, Lovely und der ganze Bullshit
Sauerländer Verlag, Frankfurt am Main 2003
ISBN 9783794180073
Gebunden, 352 Seiten, 14,90 EUR

Klappentext

Das Leben in Blackys Heimatstadt - einem kleinen Hafen in der australischen Provinz - hat sich nicht verändert: Die Weißen leben im Port und die Aborigines (Nungas genannt) in ihrem Reservat am Point. Und nun hat Blacky sich auch noch heftig in Clarence verliebt, eine Nunga, womit er sich nicht nur im Port unmöglich macht, sondern auch den Hass von Lovely auf sich zieht, der keine Weißen am Point duldet. Zwar ist Blacky ein hoffnungsloser Fall bei Mädchen, aber Clarence fasziniert ihn so sehr, dass er sich für ein Treffen mit ihr sogar von Lovely brutal zusammenschlagen lässt. Da macht er eines Nachts eine bestürzende Entdeckung.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 15.05.2003

Von den offenbar unüberbrückbaren Konflikten zwischen Weißen und Aborigines in einem australischen Provinznest erzählte bereits Phillip Gwynnes erstes Buch, dass für den deutschen Jugendbuchpreis nominiert war. In dem nun erschienenen Band geht es wieder um diese Problematik, informiert Rezensent Reinhard Osteroth und verrät bereits, dass die Liebesgeschichte der beiden Jugendlichen aus den verfeindeten, sich auf zwei säuberlich getrennte Stadtteile zurückziehenden Lagern kein Happy End hat. Osteroth schwärmt von den erzählerischen Fähigkeiten des Autors. Er lobt ihn als "meisterhaften Handlungsschürzer und Episodensetzer", der am Schluss "aus Elementen von Familiendrama, Seefahrergeschichte und Kriminalroman einen Showdown allererster Güte" komponiere.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 12.03.2003

Petra Hartlieb bespricht zwei Romane über die Pubertät in der Kleinstadt. Phillip Gwynnes Roman über die Geschichte des 15-jährigen Gary, der in einem kleinen australischen Ort der Langeweile ausgeliefert ist, bis er sich in eine Aborigine verliebt, preist sie als "kleines Wunder". Es gelinge dem australischen Autor, eine Liebesgeschichte zu schreiben, die spannend ist, ohne dabei die "Probleme" des Protagonisten zu "bagatellisiert", lobt Hartlieb. Auch, dass das Leben in armen und gewalttätigen Verhältnissen nicht romantisiert wird, gefällt der Rezensentin.