Philipp Schönthaler

Nach oben ist das Leben offen

Erzählungen
Cover: Nach oben ist das Leben offen
Matthes und Seitz, Berlin 2012
ISBN 9783882215847
Gebunden, 201 Seiten, 17,90 EUR

Klappentext

"Nach oben ist das Leben offen" erzählt von Gipfelstürmen und Abstürzen, vom Streben nach oben und von der Suche in der Tiefe. Eine Bergsteigertruppe, ein redseliger Tiefseetaucher, Besucher einer Shopping Mall oder Zugreisende Schönthaler zeigt mit unverhohlenem Blick den heutigen Mensch in seiner Lebenswelt, der er zugleich ausgesetzt und entfremdet ist. Er erzeugt hyperrealistische Portraits, in denen er seine Protagonisten bis in den letzten Winkel durchleuchtet.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 08.08.2012

Toller Start, meint Sibylle Cramer großzügig zu diesem Debüt von Philipp Schönthaler, dem sie einiges an analytischer Schärfe und kritischem Verstand abgewinnen kann. Der Autor, scheints, hat jede Menge davon in seine Geschichten gepackt, die von der Leistungsgesellschaft handeln und von den Hamsterrädern und Streckbänken, die wir uns selber bauen. Darüber hinaus überzeugt Kramer der Autor durch ein dichtes Motivnetz, durch das die Texte miteinander verknüpft sind, sowie die Nähe des Autors zu seinen Figuren, trotz allem. Das zeitsatirisch witzige Moment der Erzählungen ist für Kramer also nur ein erster Anreiz, es folgt der Autor auf der Höhe verfügbarer künstlerischer Mittel und mit Poesie, Gelehrsamkeit, Kritik. Ein "phantastischer Anfang, in dem schöne Fortsetzungen keimen".

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.06.2012

Das ist der Röggla-Sound, der Jelinek-Klang. Anja Hirsch kennt den. Die Kleinschreibung gehört dazu. Doch Hirsch erkennt auch, wie vielversprechend dieser erste Erzählband von Philipp Schönthaler ist. Wie der Autor die Welt darstellt, wie sie ist, aber liebevoll und mit Komik, das macht es erträglich, meint Hirsch. Sonst würde die Rezensentin das Einerlei nicht ertragen, all die Floskeldrescher und Wikimenschen und den Überdruss der Multioptionsgesellschaft, den Schönthaler so gekonnt seziert, wie Hirsch findet.
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