Spurlos verschwindet ein Mann in den Bergen. Andrea Stamm hat ihn zum letzten Mal gesehen, nachdem sie ihm seinen letzten Wunsch, ihn auf den Berg zu begleiten, erfüllt hatte. Für die Bergführerin könnte es heikel werden, wenn der Verband seine Drohung, sie auszuschliessen, wahrmacht. Andrea begibt sich auf die Suche ohne Erfolg. Sie begegnet dem einsamen Jungen Magnus, der durch die Berge streift und vom Meer träumt. Und sie erhält Unterstützung beim Arzt Daniel Meyer, der ebenfalls auf Spurensuche geht. Die "gute alte Zeit" findet er im Bergdorf nicht mehr, dafür einen korrupten Gemeindeverwalter und Mobilfunkantennen im Glockenturm. Machen sie wirklich die Menschen krank, wie Anita, die krebskranke Wirtin und Künstlerin behauptet? Daniel Meyer sucht nach Erklärungen für das Unerklärbare und nach seiner großen Liebe.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 26.09.2007
Rezensentin Beatrice Eichmann-Leutenegger kommt zu einem gemischten Fazit über Emil Zopfis Buch. Einerseits gefällt ihr seine Sprache, vor allem wenn er über die Berge spricht, in denen die Geschichte angesiedelt ist. Die Atmosphäre wird "für die Lesenden spürbar, als ob sie sich mitten in der rauen Szenerie befänden." Zudem gelinge es Zopfi, den Spannungsbogen der Geschichte zu halten. Vom der Liebesgeschichte, die nebenbei auch erzählt wird, ist Eichmann-Leutenegger allerdings gar nicht begeistert. Die erinnert sie bisweilen an Arztromane, nur "Zopfis trockene Tonlage" verhindert das Schlimmste. Außerdem stört sie, dass der Roman etwas überfrachtet ist. Der Autor versuche einfach zu viele Themen unterzubringen: "Spekulationsgier, Machismo, Interessenfilz, Schlepperdienste, Beziehungskonflikte, Elektrosmog".
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