Peter Sloterdijk

Gottes Eifer

Vom Kampf der drei Monotheismen
Cover: Gottes Eifer
Verlag der Weltreligionen, Frankfurt am Main 2007
ISBN 9783458710042
Gebunden, 219 Seiten, 17,80 EUR

Klappentext

Die Konflikte zwischen den Religionen, die einen gemeinsamen Ursprung haben, also den abrahamischen Religionen, bestimmen unsere Gegenwart in bisher nicht gekanntem Maß. Peter Sloterdijk geht in seinem Essay zunächst der Frage nach, welche politisch-sozialen und psychodynamischen Voraussetzungen die Entstehung der 3 Monotheismen - Judentum, Christentum und Islam - bedingten um dann zu diskutieren, welche Konfliktformen zwischen ihnen denkbar sind. Sloterdijk beschreibt ihre Aufstellung, ihre Fronten und ihre Feldzüge in einem System verschiedener Grundmöglichkeiten, aus den Konstellationen des Anti-Paganismus, Anti-Judaismus, Anti-Islamismus und Anti-Christianismus, zu denen sich interne Spaltungen gesellen. In der Gegenwart sind die drei Religionen aufgefordert, so demonstriert Sloterdijk anhand einer Neuinterpretation von Lessings Ringparabel, von friedlicher Koexistenz auf Gespräch umzustellen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 15.12.2007

Mit gespitzten Fingern bespricht Rezensent Alexander Kissler Peter Sloterdijks Anti-Monotheismus Buch, das er als " Glaubenskritik der konventionellen Sorte" verwirft, obschon es sich, wie er schreibt, hier um einen "echten Sloterdijk, voll Sprachglanz und Erregungsfreude, Witz und Konfliktgier" handelt. Doch zu wohlfeil und tendenziös scheint ihm manche These, zu gläubig auch Sloterdijks Ägyptenkonzept an Jan Assmanns Thesen orientiert zu sein, dass sogar Assmann selbst den Informationen des Rezensenten zufolge, darüber schon öffentlich ins Frotzeln kam. Das alte Ägypten nämlich steht Sloterdijk, wie Kissler schreibt, als positives Referenzmodell der "Intoleranzkultur des Nahen Ostens" gegenüber, dem der abendländische Monotheismus entsprang. Doch diesen religionspolitischen Kern der Erörterung findet der Rezensent ebenso "unoriginell" wie "rechtschaffen hemdsärmelig". Erhellender gehe es an den Rändern der Sloterdijkschen Argumente zu, obwohl auch hier immer wieder populistische und unsensible Formulierungen für den Geschmack des Rezensenten echtem intellektuellen Genuss im Wege stehen.

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