Klappentext

Aus dem Englischen von Ilse Winger. Modesty ist jung, sexy, clever und hat es als Kopf der Verbrecherorganisation "Das Netz" zu Reichtum gebracht. Seit ihrem Rückzug aus der Unterwelt lebt sie in einem schicken Londoner Penthouse. Trotz Ruhestand geraten sie und ihr treuer Gefährte Willie Garvin immer wieder Hals über Kopf in die wildesten Abenteuer, die sie nur durch überragende Kampftechnik, geniales Improvisationstalent und nicht selten eine gehörige Portion Glück überleben.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 12.05.2005

"Kult, purer Kult" seien die zwischen 1963 und 2001 als Comic erschienenen Heldentaten von Modesty Blaise, die außerdem zu elf Romanen angeregt haben, informiert uns Tobias Gohlis. Nun freut er sich maßlos über deren Neuausgabe durch den Zürcher Unionsverlag, habe die schlagkräftige und -fertige, Schurken besiegende und danch ihre Liebhaber bekochende "stahlzarte" Heldin doch "quasi polare Bedeutung" für die Entwicklung seiner "Jungmännerträume" gehabt, wie der Rezensent zugibt. Modesty setzt ihre Fähigkeiten im ersten Band der neuen Edition gegen einen irren Priester ein, ist zu erfahren, aber der Plot scheint angesichts der Verzückung des Rezensenten über die Protagonistin nebensächlich zu sein. Gohlis verwendet lieber noch ein paar Zeilen seines knapp bemessenen Platzes, um Ex-Gesundheitsministerin Andrea Fischer zu zitieren, die Modesty Blaise zur Postfeministin avant la lettre bestellt sieht.