Peter Kurzeck

Für immer

Peter Kurzeck erzählt sein Schreiben. 1 CD
Cover: Für immer
Suppose Verlag, Berlin 2016
ISBN 9783863850142
CD, 18,00 EUR

Klappentext

1 CD, 71 Minuten. Mitarbeit und Regie: Klaus Sander. Gesprochen von Peter Kurzeck. Klaus Sander zur CD: "Die vorliegenden Aufnahmen entstanden im April 2007 in der Küche einer leerstehenden Altbauwohnung in Köln. Sie stammen aus dem gleichen Interview, sind Teil des Materials, aus dem auch 'Ein Sommer, der bleibt' montiert wurde. Bevor Peter Kurzeck mir 'das Dorf seiner Kindheit' erzählte, fragte ich ihn nach seinem gegenwärtigen Schreiballtag in seiner Wahlheimat Uzès, der kleinen Stadt im Süden Frankreichs, in der er seit vielen Jahren lebte, ohne wirklich Französisch zu sprechen; nach den Anfängen seines Schreibens, dem Schreiben unter Alkoholeinfluss, der Motivation zu schreiben und immer weiter zu schreiben, seinem Schreibdrang und Schreibzwang, nach Erinnern und Vergänglichkeit. Solange man erzählt, stirbt man nicht."

Rezensionsnotiz zu Die Welt, 26.11.2016

Für Rezensentin Gisela Trahms war der vor drei Jahren verstorbene Autor Peter Kurzeck ein "Meister der Mündlichkeit". Umso mehr freut sich die Kritikerin, dass nun ein Hörbuch erschienen ist, auf der sie noch einmal den melodiösen Ton des "zarten", eigensinnigen Schriftstellers hören darf. Gebannt lauscht sie dem Dichter, der hier ebenso nüchtern und anschaulich wie kunst- und gefühlvoll von Liebe, Kindheit, Vaterschaft, Sucht und Schreibzwang erzählt, von Böhmen über Frankfurt in die Provence schweift und dabei immer wieder mit Neuem überrascht. Eine "Wohltat für Ohren und Herz", schwärmt Trahms.  

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.11.2016

Beate Tröger freut sich sehr über dieses Hörbuch mit Peter Kurzecks freier, nahezu ungeschnittener Erzählung aus seinem Leben und Arbeiten. Schriftstelleralltagsschilderungen und Reflexionen über das Schreiben lassen Tröger wünschen, der Autor hätte einmal die Frankfurter Poetikvorlesungen gehalten. Schon, weil das so entstehende "Schreibkönigreich" keine Idylle ist, wie Tröger weiß, sondern geprägt ist von Verlustangst und Todesahnung, Obsessionen und Brüche. Als Nebenprodukt des Großprojekts "Ein Sommer, der bleibt" findet Tröger das Gehörte mindestens genauso wertvoll.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 18.10.2016

Wer Peter Kurzeck schätzt und seine Hörbücher kennt, der wird sie seinen Romanen wahrscheinlich vorziehen, meint Rezensent Tobias Lehmkuhl: dem typischen Kurzeck-Sound mit ihrer "sympathischen Versponnenheit und gänzlichen Vorbehaltlosigkeit" ist nicht zu widerstehen. In "Für immer" berichtet der Autor, wie immer frei eingesprochen, von seiner Genese als Schriftsteller: seinem bereits als Fünfjährigen gefassten Berufswunsch und zwischenzeitlichen Abwegen. Für Lehmkuhl ist das ein wahres Fest.
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