Zur gesellschaftspolitischen Bedeutung des religiösen Revolutionärs Franz von Assisi ragt mit seiner Botschaft zum Beginn der modernen Welt einsam aus seiner Zeit heraus. Er verbreitet eine neue Lebenspraxis, die eine besondere, eine extreme Möglichkeit des Menschseins aufzeigt und erkundet. Für seine Gemeinschaft findet er neue Lebensregeln, unternimmt den Versuch einer Versöhnung mit der Natur, hinterfragt die herrschende Vernunft in naiv-radikaler Weise. Die Autoren gehen den Möglichkeiten eines anderen Lebens nach, die sich von Franziskus her erschließen. Diese geben in überraschender Weise Orientierung und Inspiration für heutiges gesellschaftliches und politisches Handeln.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 12.04.2008
Durchaus zu schätzen weiß Reinhard Brandt dieses Buch über Franz von Assisi von Peter Kammerer, Ekkehart Krippendorff und Wolf-Dieter Narr. Gleichwohl zieht er ihre These in Zweifel, der Lebensentwurf Franz von Assisis sei gerade heute von politischer Bedeutung. Mit der Ansicht der Autoren, die Menschen hätten mit der Stabilisierung der Lebensgrundlagen, die auch mit Rodungen der Wälder verbunden waren, den Schöpfungszusammenhang verlassen, kann er auch nicht viel anfangen. Er preist im Gegenzug die Errungenschaften der Zivilsation und die positiven Seiten der Kultur. Franz von Assisi taugt in seinen Augen als "Zeitgenosse für eine andere Politik" allenfalls "unter dem Zeichen des Kreuzes". Ihm scheint es freilich adäquater, für eine andere Politik auf Aufklärung zu setzen. Ungeachtet seiner Kritik lobt er das Buch als "lesenswert". Er attestiert den Autoren, die "Glaubens-Aktionen" Franz von Assisis historisch genau zu beschreiben und zugleich in einen "heute aktuellen Kontext" zu stellen.
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