Aus dem Russischen von Rosemarie Tietze. "Henri Dorin, mein Vater, wurde geboren, um glücklich zu sein", schreibt der fünfzehnjährige André in sein Tagebuch. Er selbst, der die Mutter bei der Geburt verlor, scheint weniger begabt für das Glück. Aber was wird aus dem besonderen Talent seines Vaters, wenn ihn ein schwerer Schicksalsschlag, Krankheit oder ein Treuebruch, trifft? Während der noch nicht dreißigjährige Gasdanow, aus Russland emigriert, in Paris sein Geld als Taxifahrer verdiente, schrieb er diese Meisternovelle, die 1932 erstmals erschien.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.07.2016
Rezensent Oliver Jungen geht mit dem Helden durch schwere Prüfungen, ist Zeuge von Streitgesprächen über das Glück und wird tatsächlich glücklich mit der als E-Book erscheinenden Novelle von Gaito Gasdanow aus dem Jahr 1932. Aktuell, optimistisch und entgegen erster Vermutung gar nicht konzeptuell erscheint Jungen der Text, der für ihn durch Leichtigkeit im Stil und eine Lebensnähe besticht, in der noch große Philosopheme aufgehen. Die Geschichte eines zum Glück bestimmten, dem allerhand in die Quere kommt, scheint Jungen ein probates Mittel gegen Resignation in unseligen Zeiten.
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