Aus dem Amerikanischen von Sven Koch. Für den Bankangestellten Charlie Colquitt war es nur ein weiterer Samstag. Für Hobe Hicklin,einen Ex-Häftling, der nichts zu verlieren hatte, war es nur ein weiteres Ziel. Für Hobesdrogensüchtige, sexbesessene Freundin waren es nur mehr Lust, Gewalt und Drogen. Aberin dieser packenden Erzählung ist nichts so, wie es scheint.Hicklins erster Fehler bestand darin, seine Partner in der Aryan Brotherhood zu betrügen.Sein zweiter Fehler war, eine Geisel zu nehmen. Aber er und Charlie können sich nur so langein den Bergen im Norden Georgias verstecken, bis die Sünden aus Hicklins Vergangenheitsie einholen.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 20.08.2022
Rezensent Thomas Wörtche kann dem exzessiven Blutvergießen in Peter Farris' vor zehn Jahren erschienenem Thriller wenig abgewinnen. Ein Ex-Häftling soll hier kurz nach seiner Entlassung für die "Aryan Brotherhood" eine Bank in Georgia ausrauben, macht sich dann aber selbständig und hat von da an zwei brutale Gang-Mitglieder, einen Sheriff und eine Ermittlerin auf den Versen, fasst der Kritiker zusammen. Dabei komme es zwischen White Trash, Drogen, "Südstaaten-Rassismus" und religiösem Fanatismus zu allerlei unappetitlichen Sex- und Gewaltszenen, die für den Kritiker trotz Tarantino- oder Jim Thompson-Anleihen leider nur "Selbstzweck" sind; für ein überzeugendes Genrestück des Country Noir fehlte ihm die Variation, befindet der Rezensent. Auch inhaltliche Ungereimtheiten wirft Wörtche dem Roman vor, besonders in der Beziehung des Bankräubers zu dem von ihm (grundlos, findet Wörche) als Geisel genommenen jungen Bankmitarbeiter, der plötzlich sein Sohn sein soll und den zuvor sadistischen Übeltäter in einen fürsorglichen Vater verwandelt. Für den Kritiker im besten Fall ein "C-Picture", schließt er.
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