Klappentext

Herausgegeben und mit einem Nachwort von Rainer Weiss. "Da steigt also einer in den Zug. Er heißt Müller, ein einfacher Name, aber auch den kann man so betonen, daß man nicht einfach irgendein Müller ist, sondern eben Müller." Ist es denn nötig, daß ich mit diesem Herrn Müller mitfahre, fragt sich Peter Bichsel, und schon sind wir Leser dabei im Zug und mit dem Autor im vollen Abteil, zweite Klasse, Raucher, beobachten, notieren, denken mit ihm nach, sehen den Reisenden zu und steigen so rasch nicht mehr aus, denn das Fahren im Zug ist für Peter Bichsel etwas wirklich Wichtiges. Hier entstehen viele seiner Geschichten, Entwürfe für Kolumnen, Einmischungen, Zwischenrufe, und ganz wie nebenbei präzisiert er seine Philosophie des Reisens mit dem Zug.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 13.06.2002

Mit Bichsel unterwegs hat sich Petra Kipphoff "grundschweizerisch" verankert gefühlt. Dass der Zugreisende dem Pferderücken stets näher ist als dem Flugzeug, wie Kipphoff erklärt, scheint erst recht für das Reisen mit der eidgenössischen Eisenbahn zwischen Olten, Solothurn und Niederbipp zu gelten: "Keiner wirft sich vor den Zug" in diesen acht kleinen Geschichten, "in denen das Coupe zum Bühnenraum auf Zeit wird für Passanten und andere Paare". Aber Vorsicht, warnt die Rezensentin auch: Ganz ICE-mäßig gewinnt Bichsel an Fahrt und schafft schließlich sogar "eine chaotische Idylle, "die des dort zitierten Jean Paul durchaus würdig ist".