Mit dieser Festschrift werden Stellung und Leistung des Bundesverfassungsgerichts fuer die Verfassungsordnung, das Rechtsleben und den politischen Prozess in Deutschland dokumentiert und gewuerdigt. Die Autoren der Beitraege widmen sich Themen, die durch die Rechtsprechungsaufgabe, die Verfahrensarten und die grossen Linien der Praxis des Bundesverfassungsgerichts vorgezeichnet sind. Sie nehmen die Entscheidungspraxis auf und ordnen sie unter kritischer Beurteilung in die Verfassungsentwicklung und den Gang der Staatsrechtslehre ein.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.12.2001
Kein bisschen respektlos, meint Michael Stolleis, ist diese "Gabe" für die vielleicht am meisten Respekt gebietende Institution der Bundesrepublik ausgefallen. Dafür aber, wie er mit leiser Kritik feststellt, "sehr deutsch" (da keine ausländischen Gelehrten das Wort bekommen) und auch "sehr fachspezifisch". Der Aufsatzband hält vom Ansatz her die Mitte zwischen Handbuch und "lockerer Aufsatzsammlung", am Ende jedoch wird es, wegen des systematischen Ehrgeizes und der Kompetenz der Autoren, der Ausführlichkeit der statistischen Anhänge und Sachregister doch, wie Stolleis findet, "eine Art Handbuch". Und zwar ein sehr gutes, das "durchweg zuverlässig" ist, dessen Autoren "auf hohem Niveau" darstellen und interpretieren. Ganz verkneifen kann sich der Rezensent den vorsichtigen Spott dann aber doch nicht: allzu brav scheinen ihm die deutschen Staatsrechtslehrer, allzu gelehrt auch und immer darauf aus "dem Bundesverfassungsgericht nicht die Fackel voran, sondern die Schleppe" hinterher zu tragen.
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