Centaur Mystery Funnies -die seltsamen Comics des obskursten Verlags der Golden Age-Ära. Centaur ist in der Wirtschaftskrise der USA in den 30er Jahren einer der allerersten Verlage, die Comics in Heftform veröffentlichten: Künstler wie Frank Thomas, Lew Glanzman, Basil Wolverton, Malcolm Kildale, Paul Gustavson und Mark Schneider mit ihren Figuren und Strips wie "The Eye", "Amazing Man" "Fantom of the Fair", "Speed Centaur", "Space Patrol" und "The Shark". Die Geschichten waren innovativ, eigenartig und voller wilder,
ausgeflippter Ideen/Konzepte, die sich auch als roter Faden durch diese Buchveröffentlichung ziehen.
Die meisten wichtigen Zeichner der frühen Golden Age Comics waren zuerst bei diesem Verlag beschäftigt.
Diese Anthologie bringt als erste Buchveröffentlichung überhaupt einige ausgewählte Reprints in Farbe und einen kleinen Überblick über diesen historisch bedeutsamen Verlag mit seinen inzwischen ultra-seltenen Heftserien.
Ein wichtiger Teil des Urknalls der amerikanischen Comic Books.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 07.07.2016
Rezensent Christoph Haas freut sich über die Herausgabe dieser Perlen der Comicgeschichte, auch wenn der Reihentitel ihm altmodisch im Ohr klingt. Zutreffend ist er allemal, meint er. Der erste Band der Reihe aus dem Golden Age des Comics (1938-1942) ist den Comics aus dem Verlag Centaur gewidmet. Er existierte nur von 1938 bis 1942, erfahren wir, brachte aber einige bahnbrechende, übermütige Comics heraus. Helden waren zum Beispiel der "Amazing Man", der durch das Erdinnere reist und mittels Erdkern-Strahlung die Welt im Blick hat, erzählt Haas. Oder der Speed-Centaur, ein fliegender Pferdemensch. Die Autoren und Zeichner gaben ihrem Affen Zucker, hatten dabei aber doch echte, erkennbare Anliegen und Sehnsüchte, lobt der Rezensent. Er ist dem Bildschriftenverlag in Hannover jedenfalls außerordentlich dankbar für seine Ausgrabungen.
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