Perikles Monioudis beschreibt in seinen neuen Erzählungen, die in verschiedenen europäischen und außereuropäischen Städten spielen, Momente der Irritation und der Entscheidung. Der Vater ist gestorben, sein Hund muß nun versorgt und von Mailand zurück in die Hügel um Bergamo gebracht werden, eine Verehrerin taucht auf; ein Schiff mit albanischen Flüchtlingen legt im Hafen Athens an, die Erinnerung an eine Amour fou wird wachgerufen. Als könne es keine angemessene Zeit für Nähe geben, sind es auch immer Geschichten, in denen Begegnungen scheitern.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.12.1999
In einer knappen Besprechung würdigt Martin Krumbholz die "kosmopolitischen Liebesgeschichten" des 1966 in der Schweiz geborenen Autors als schöne Beispiele "erzählerischer Diskretion". Alle sieben Geschichten des Bandes stellten in einer für den Autor typischen dialogischen Erzählstruktur ("Ich" und "Sie") auf minimalistisch-poetische Weise das Thema Liebe vor, - in Kairo, New York, Mailand und Athen. Auch wenn es meist nur um Fragmente des Liebens und sein Scheitern gehe, so nähre der "Reichtum an konkreten Details" doch die Phantasie, schreibt Krumbholz.
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