Zweisprachige Ausgabe. Aus dem Katalanischen übersetzt von Axel Sanjose. Pere Gimferrer zählt zu den wichtigsten katalanischen Lyrikern der letzten fünfzig Jahre. Seine Gedichte sind komplexe Gebilde, in denen sich die Unmittelbarkeit der sinnlichen Erfahrung und die theoretische Auseinandersetzung mit den Bedingungen und Möglichkeiten ihrer Vermittlung überlagern und gegenseitig bedingen. Gimferrers vielstimmige, anspielungsreiche Lyrik unternimmt den Versuch, die Kluft zwischen Subjekt und Objekt durch den poetischen Akt zu überwinden.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.05.2008
Florian Borchmeyer feiert die deutsche Erstübersetzung dieser Lyrik wie ein Fest. Die von ihm beklagte "Nischenlage" katalanischer Literatur im Allgemeinen und die von Pere Gimferrers Spätwerk im Besonderen wird nun ein bisschen korrigiert. Dabei hat Borchmeyer durchaus seine Schwierigkeiten mit der Heterogenität und Fragmentarität der Texte im Band "Der Spiegel". Obgleich hermetischer, sieht er im zweiten Teil der Auswahl mit dem Titel "Der öde Raum" hingegen "eine Art Kurzepos". Im spürbaren Unvermögen der Texte zu bezeichnen, verbindet sich für ihn das Poetische mit dem Politischen einer Kritik an der Sprachlosigkeit während der Franco-Diktatur. Das Ergebnis, findet Borchmeyer, sind brillante, auch nach über 35 Jahren noch immer aktuelle Verse.
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