Aus dem Englischen von Maria Andreas. Nach dem Tod seiner bildschönen Frau findet Glyn ein altes Photo von ihr, auf dem sie mit einem anderen Mann Händchen hält. Wann und wo wurde das Photo gemacht? Dieser Nachweis der Untreue - für lange Jahre versteckt - lässt Glyn nicht ruhen. Ganze Lebensentwürfe gehen bei seinen Nachforschungen in die Brüche. Kann er die Wahrheit über Kath herausfinden?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.04.2007
Im jüngsten Roman von Penelope Lively stecken all die großen Themen wie Familie, Stellung der Frau und gesellschaftliche Werte, die in letzter Zeit bei uns so hitzig debattiert werden, meint Jochen Schimmang, der glaubt, dass die britische Autorin damit Beiträge von Eva Herman, Iris Radisch oder Bischof von Augsburg schlicht überflüssig macht. In der Geschichte um den Pensionär Glyn Peters, der durch ein Foto die Affäre seiner verstorbenen Frau mit seinem Bruder entdeckt und sich damit von einer Reihe Illusionen und Fehleinschätzungen bei sich und anderen verabschieden muss, dreht sich wie schon im 1995 erschienen Roman "Der wilde Garten" alles um "Lebenslügen", die die Lebensentwürfe der Protagonisten erst möglich machen, meint der Rezensent. Er preist die mal einfühlsame, mal ironisch distanzierte Sprache und lobt explizit, dass Lively ihre Figuren nicht nur in den Verstrickungen ihrer Beziehungen zeigt, sondern ausführlich auch bei der Arbeit darstellt.
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