Kaiser Konstantins Hinwendung zum Christentum hatte weitreichende Folgen sowohl für das Römische Imperium als auch das aufstrebende Christentum. Neben die traditionelle Autorität der Kaiser traten zunehmend die Führer der jungen Kirche, die Bischöfe. Beide Institutionen verantworten ab der Mitte des 4. Jahrhunderts weitgehend die Reichspolitik, die Staat und Kirche in eine Beziehung zwischen Kooperation und Machtkampf bringt und ihr Verhältnis zueinander in den folgenden Jahrhunderten prägen wird.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.02.2014
Für streitbar hält Jörg Rüpke Pedro Barcelos Versuch, die historische Entwicklung des Bischofsamtes und seiner Bedeutungszunahme, vor allem im 4. und 5. Jahrhundert, nachzuzeichnen. Die Geschichte der Auseinandersetzung zwischen römischem Kaiser und Bischöfen sowie den Bischöfen untereinander, die der Autor erzählt und die er in die Niederlage kaiserlicher Autorität münden lässt, kann Rüpke dabei gut nachvollziehen. Allerdings scheinen ihm wichtige Fragen unbeantwortet zu bleiben. Etwa zur Entwicklung religiöser Praktiken in der Bevölkerung oder zum Wandel religiöser Autorität jenseits von Kaiser und Bischöfen. In Barcelos Erzählung stehen die Bischöfe dem Rezensenten einfach zu sehr im Mittelpunkt der Religionsgeschichte.
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