Paulus Böhmer ist der Meister des rhythmisch-epischen Langgedichts. "Wer ich bin", das ist moderne Lyrik, die von jungen Dichtern angestrebt wird, rauschhaft und nüchtern zugleich: "Keiner von uns wird aus Liebe sterben."
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 16.04.2015
Wie auf eine Schiffspassage von Insel zu Insel begibt sich Jörg Magenau mit Paulus Böhmers beiden in diesem Band zu besichtigenden Langgedichten. Für Magenau ist der reine Überfluss, was der Dichter hier vorstellt, ein weites Meer, manchmal durchaus ermüdend, vor allem aber voller Erkenntnisblitze und anderem Erhellenden, wie der Rezensent versichert. Darunter, meint er, macht es Böhmer nicht, nicht unter einer orgiastischen Daseinsfeier, unter Rausch und Überschwang und Wort-Delirien wie bei den Beat-Poeten oder Walt Whitman Dabei. weiß Magenau: Böhmer kommt nicht aus Frisco oder N. Y., sondern aus Hessen.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…