Paul Ingendaay

Die romantischen Jahre

Roman
Cover: Die romantischen Jahre
Piper Verlag, München 2011
ISBN 9783492054744
Gebunden, 467 Seiten, 19,99 EUR

Klappentext

In gewisser Weise sind die Frauen, die er gekannt hat, wie große Versprechen, die das Leben nicht erfüllen wollte. Ob das auch für Angela gilt, die seinetwegen ihren wohlhabenden Mann betrügt, muss Marko Theunissen erst noch herausfinden. Nur ein unverbesserlicher Romantiker würde sich überhaupt auf die Beziehung mit einer Kundin einlassen. Und seit wann sind Versicherungsvertreter Romantiker? Während ein hinterhältiger Kollege ihn mit seiner Affäre zu erpressen versucht, führt Theunissen zugleich die älteste Schlacht der Menschheitsgeschichte: den Kampf mit der eigenen Familie.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 19.12.2011

Ein auktorialer Erzähler, das wäre die Lösung aller Probleme, die Meike Fessmann mit diesem Familienoman von Paul Ingendaay hat. Leider halst Ingendaay seiner Hauptfigur zu viel auf, mutet ihr etwa eine Biografie zu, die Fessmann nicht glaubhaft erscheint. Der bundesrepublikanische Realismus der Geschichte jedoch, meint sie, fordert ebendies. Mit einem auktorialen Erzähler, erläutert die Rezensentin, fiele auch der enervierende Pennälerton weg, der zur (seit ihrem ersten Auftritt in Ingendaays Debütroman) gereiften Hauptfigur nicht passen mag. Die zentralen Stellen des Romans, in denen es um nicht eingelöste Glücksversprechen geht, kämen laut Fessman auf diese Weise viel besser zur Geltung.
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 06.10.2011

Recht erschöpft beendet Kristina Maidt-Zinke die Lektüre von Paul Ingendaays Roman "Die romantischen Jahre". Eigentlich, stellt sie fest, wisse der frühere FAZ-Literaturkritiker und heutige Madrid-Korrespondent Ingendaay, dass nicht alle Menschen jedes Leben für so spannend halten, dass man einen Roman daraus machen muss. Und wenn sie 460 Seiten gelesen, in denen es um einen gescheiterte Akademiker geht, der sein Dasein als Versicherungsvertreter fristet und in allen Details seine Familiensituation aufdröselt, wird sie ungehalten: Ein poetisches Konzept des "Alles muss raus" nimmt doch sehr wenig Rücksicht auf Leser, beschwert sie sich.
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